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Killercat
Kapitänleutnant

Deutschland
567 Beiträge |
Erstellt am: 16.04.2004 : 21:30:38 Uhr
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Hallo:
Ich würde gerne wissen, was die Lutzow während des Krieges so alles "angestellt" hat. Ich habe nämlich in der Kategorie Lutzow nichts gefunden und weiß nicht, was passiert ist nachdem sei 1939(?) auf Werftliegezeit war. Habe nur noch von Norwegen gehört, wo sie glaube ich mit Blücher zusammenoperiert hat (oder war das Scheer)... Also. Freue mich über alle Hilfe... |
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Onkl Tom

Gefreiter
Deutschland
11 Beiträge |
Erstellt am: 17.04.2004 : 00:33:56 Uhr
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Hallo Killercat Hier ein Auszug der Haupteinsätze der Lützow
15.Nov 39 Umbenennung in Lützow 15.Dez 39 Rückkehr nach Wilhelmshafen 07.Apr 40 Unternehmen Weserübung,duch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Kiel,zusammentreffen mit Kriegsschiffgruppe 5 08.Apr 40 Marsch durch den großen Belt 09.Apr 40 Erreichen des Oslofjords.In der Droebak-Enge wurde Blücher versenkt. Lützow erhielt 3 Treffer von norw.Küstenbatterie 10.Apr 40 Einlaufen in Oslo.Nachmittags auslaufen nach Kiel. 11.Apr 40 Torpedotreffer vom brit. Uboot Spearfish. Lützow wurde von 17. U-Jagdflottille und 19. Minensuchflottille nach Kiel geschleppt. Ankunft 13.Apr 40 Reparatur bis Anfang 41 12.Jun 41 Auslaufen zum Torpedoschießen im Drontheimfjord. 13.Jun 41 Torpedotreffer von brit.Torpedoflugzeug. Zurück in die Werft Mai 42 Verlegung nach Norwegen zunächst Lofjord Anfang Juni 42 Bogenbucht (Narvik) Juni 42 Bei Einsatz mit Tirpitz auf engl. Geleitzug Grundberührung mit Wassereinbruch. Verlegund nach Lofjord. August 42 Nach Kiel zur Reparatur. Dez 42 Nach Werftliegezeit Ausbildung in der Ostsee und im Dezember verlegung nach Norwegen in die Bogenbucht und dann in den Kafjord. 30.Dez 42 Mit Hipper und 6 Zerstörern Angriff auf brit. Geleitzug Bis Sept. 43 keine größeren Aufgaben 25.Sep 43 Verlegung in die Heimat 1.Okt 43 an Gotenhafen von dort nach Libau verlegt.(Überholung) Ab Febr 44 Kadettenausbildung. Sept 44 Vorstoß im Flottenverband zu den aaland-inseln.Abholen von Transportdampfern(belegt mit dt.Truppen) Okt. 44 Mit Prinz Eugen, Zerstörern und Torpedobooten Einsatz zur unterstützung des Heeres. Küstenbeschießungen bei Memel und Sworbe. Nov. 44 In den Gewässern vor der Halbinsel Sworbe. Dez. 44 bis März 45 Unterstützung des Heeres bei Memel, Elbing und Danzig April 45 Rückmarsch Hela-Swinemünde. 16.Apr 45 In der Mellineinfahrt bei Swinemünde vor Anker. Mehrere Treffer nach Bombenangriff. Lützow sinkt auf ebenen Kiel. Achterer 28-cm-Turm und Flak, beschränkt auch Mittelartillerie einsatzbereit. 28. Apr 45 Nach ausfall Leckpumpen und E-Werk die 28-cm-Munition auf die russische Dievenow-Stellung verschossen. 4. Mai 45 Schweres Feuer an Bord. Schiff wird gesprengt. Das Wrack der Lützow wurde von den Russen gehoben und im Sept. 1947 abgeschleppt. Wahrscheinlich verschrottet.
Mfg Onkl Tom |
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Killercat

Kapitänleutnant
Deutschland
567 Beiträge |
Erstellt am: 17.04.2004 : 10:29:33 Uhr
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| @Onkl Tom. vielen Dank für die Auskunft. Wenn ich mir die Stationen so durchlese, hatte die Lutzow eigentlich nur Pech im Krieg, 5mal repariert, und kein einziges Schiff versenkt. |
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Matthias

Kapitänleutnant
Germany
453 Beiträge |
Erstellt am: 18.04.2004 : 22:19:02 Uhr
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@Killercat
Als glückhaftes Schiff konnte man die Lützow nun wirklich nicht bezeichnen. Die Tragödie fing ja schon im spanischen Bürgerkrieg an, als sie, damals noch Panzerschiff Deutschland, einen Bombentreffer erhielt.
Gruß Matthias |
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Scotty

Leutnant
South Sandwich Islands
262 Beiträge |
Erstellt am: 19.04.2004 : 09:51:49 Uhr
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Kleine Anmerkung;
auf ihrer 1. und einzigen Handelkriegoperation 1939 versenkte die Deutschland 2 Frachter ("Stonegate" 5.000 to und "City of Flint?") und brachte einen Frachter auf.
Beim Seegefecht bei der Bäreninsel 1942 wurde ein Frachter und evtl. der Zerstörer Obdurate beschädigt.
Auf Befehl Hitlers wurde Lützow als Ausbildungsschiff verwendet. Erst ab der 2. Hälfte des Jahres 1944 griff die Lützow mit einem immensen Munitionsverbrauch aller Kaliber in die Landkämpfe (Sworbe, Memel, Gotenhafen, Swinemünde) ein. Der Vorstoss der Roten Armee wurde so gestoppt oder besser gesagt zumindest verzögert. Immerhin konnten so viele tausende Ostpreussen aus der Umklammerung der Roten Armee fliehen.Ursprünglich wurde die Deutschland/Lützow in der Weimarer Republik u.a. für diese Aufgabe entworfen.
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Scotty

Leutnant
South Sandwich Islands
262 Beiträge |
Erstellt am: 26.05.2004 : 20:53:21 Uhr
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Das "Pech" der "Deutschland/Lützow" ist auf vielfältige Weise zu erklären:
Atlantikoperation 1939:
Verspätetes Eingreifen, da Auslaufen einige Zeit vor Kriegsausbruch (August 1939). Kampfhandlungen mit England und Frankreich erst nach Ende des Polenfeldzuges. Dadurch lag das Schiff lange "untätig" vor Grönland. Des weiteren wurde das Schiff durch 3 schwere Herbststürme im Nordatlantik stark in seiner Unternehmung behindert.
Bilanz: 2 versenkte Handelsschife und eine Prise
Operation Weserübung:
1. Strategischer Fehler der SKL Großkampfschiffe bei der Einnahme Oslos einzusetzen. ("Blücher" wurde versenkt, "Lützow" schwer beschädigt) 2. Strategischer Fehler der SKL "Lütow" ohne Zerstörersicherung zurück in die Heimat durch das von englischen U-Booten nur so wimmelnde Skagerrak zu schicken. ("Lützow" wurde am Heck vom Torpedo eines U-Bootes getroffen.)
Geplante Handelkriegoperation im Atlantik und Indischen Ozean 1941:
Taktischer Fehler: Angreifendes einzelnes britisches Torpedoflugzeug wurde im Skagerrak von den sichernden Zerstörern ncht als Feindflugzeug identifiziert. Torpedoabwurf aus ca. 600 m. Ausweichmanöver bei dieser Entfernung nicht mehr möglich.
Angriff auf Geleitzug PQ 17 im Nordmeer 1942:
Unkenntnis der Strömungsverhältnisse führte bei dichtem Nebel zu Beschädigungen am Schiffskörper, da das Schiff auf Grund lief.
Angriff auf Geleitzug JW52B im Nordmeer 1942:
Taktischer Fehler: Zögerlicher Angriff auf Konvoi. Sichtverhältnisse erschweren eine Unterscheidung zwischen Gegener und eigenen Schiffen.
Strategischer Fehler der SKL: Anordnung ein Gefecht mit gleichwertigen Schiffen anzubrechen.
Danach verschwindet das Schiff bis zu den Endkämpfen 1944/1945 von der Bildfläche. Einsatz an Ostfront ermöglichte indirekt die Flucht von Zehntausenden.
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Forumsadmin

Großadmiral
Deutschland
1122 Beiträge |
Erstellt am: 27.05.2004 : 09:29:16 Uhr
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In einem Punkt liegt ihr aber nun zu 100 % verkehrt: Luetzow wurde von den Russen später als Erprobungs- und noch später als Zielschiff verwendet. Sie wurde dann in der Ostsee versenkt, irgendwo vor Swinemünde, also gleiches Schicksal wie die Graf Zeppelin!
------------------------------ Dirk Duehlmann Team www.schlachtschiff.com ------------------------------ |
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Scharnhorst

Korvettenkapitän
Deutschland
1283 Beiträge |
Erstellt am: 03.08.2004 : 14:44:33 Uhr
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Zitat: Original erstellt von: Forumsadmin
In einem Punkt liegt ihr aber nun zu 100 % verkehrt: Luetzow wurde von den Russen später als Erprobungs- und noch später als Zielschiff verwendet. Sie wurde dann in der Ostsee versenkt, irgendwo vor Swinemünde, also gleiches Schicksal wie die Graf Zeppelin!
------------------------------ Dirk Duehlmann Team www.schlachtschiff.com ------------------------------
@Admin, woher stammt die Info , dass Deutschland / Lützow noch als Zielschiff verwendet wurde. Laut "Prager" auch die vermutung das beim Abtransport gesunken.
Gruss Michael |
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Scharnhorst

Korvettenkapitän
Deutschland
1283 Beiträge |
Erstellt am: 03.08.2004 : 14:47:25 Uhr
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Zumindest war die Lützow die erste Einheit die gebaut wurde und letzte Einheit der Panzerschiffe die "untergegangen" ist.
Kann jedem nur empfehlen , Georg Pragers "Panzerschiff Deutschland / schwerer Kreuzer Lützow " zu lesen.
Gruss Michael |
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Frank

St.Ob.Bootsmann
Deutschland
223 Beiträge |
Erstellt am: 03.08.2004 : 20:59:13 Uhr
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Wäre mal interessant zu fragen woher Herr Prager seine Infos hat..... Aber er scheint ja auch nur zu vermuten.... Es muss ja nicht immer unbedingt alles richtig sein was in den Büchern steht.
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t-geronimo

Korvettenkapitän
Deutschland
1352 Beiträge |
Erstellt am: 03.08.2004 : 21:12:30 Uhr
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www.waffenhq.de schreibt folgendes:
Zitat: Am 4. Mai 1945 wurde die Lützow durch Selbstsprengung vollkommen unbrauchbar gemacht und fiel der Roten Armee in die Hände. Im Frühjahr 1946 wurde sie von der Südbaltischen Flotte wieder schwimmfähig gemacht und am 16. September 1946 in die baltische Flotte aufgenommen. Da man davon ausging, dass eine Wiederherstellung unmöglich sei, wurde beschlossen das Schiff als Zielschiff zu verwenden. Daraufhin wurde sie am 20. Juli 1947 von Swinemünde aus auf die offene See geschleppt und dort zog sie dann der Eisbrecher Volynets und der Hochseeschlepper MB-43 in die mittlere Ostsee und verankerten sie dort. Am 22. Juli 1947 begann man mit den Versuchen. Nachdem man eine 500 kg Ladung auf dem Schiff zündete, sank die Lützow noch am gleichen Tag und wurde letztendlich am 20. September 1947 aus der Flottenliste gestrichen.
Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen! (Plato) |
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Scotty

Leutnant
South Sandwich Islands
262 Beiträge |
Erstellt am: 06.09.2004 : 12:34:18 Uhr
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| In Pragers neuester Auflage des Buches über die Deutschland / Lützow sind zumindest Fotos, die den Untergang der Lützow zeigen. Er hat wohl russische Archive nach der Wende durchforstet und ist dort fündig geworden. |
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Langer Heinrich

Ob.-Stabsgefreiter
48 Beiträge |
Erstellt am: 06.09.2004 : 13:15:38 Uhr
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Hallo Herr Prager hat die Archive nicht durchforstet, sondern ein Herr Pestow (Experte für die sowjetische Marine). Er hat Prager von den Bildern der sinkenden Lützow und sonstiger Informationen berichtet. Prager war sofort begeistert (verständlicher Weise) und hat daher diese neuen Fotos mit in das Buch aufgenommen (3. Auflage). Übrigens gibt es auch Bilder der sinkenden Graf Zeppelin. Leider sind auch diese in genau so schlechter Qualität wie die Lützow Bilder. Trotzdem erkennt man klar den deutschen Flugzeugträger. Gruß. Langer Heinrich |
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